Softball Bundesliga Guggenberger Legionäre Regensburg
Optimistisch auf dem Weg in die neue Saison: Die Bundesliga-Softballerinnen der Guggenberger Legionäre. (Foto: Rene Thalemann)

Softball-Team will Playoffs im eigenen Stadion

Die Ziele für die neue Saison sind klar gesteckt: Die Softballerinnen der Legionäre wollen sich in der Bundesliga Süd den ersten oder zweiten Platz holen. 

Die Chancen auf einen Spitzenplatz nach der Regular Season stehen ziemlich gut, findet nicht nur Coach Jonas Buchholz. Ihm ist die Freude und die Begeisterung durchaus anzuhören, wenn er über die Entwicklung seines Teams spricht. Quasi alle Spielerinnen haben nach Ansicht von Buchholz noch einmal einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht.

Dies sei auch am positiven Konkurrenzkampf zu sehen, der um die Plätze im Team entstanden sei. Selbst richtig gute Bundesliga-Spielerinnen könnten sich da nicht mehr sicher sein, immer zur Stammformation zu gehören. Der Coach hebt gleichzeitig aber auch den Spirit der Truppe hervor, durch den die interne Konkurrenz in positive Energie umgewandelt werden könne.

Die Stärken des bestehenden Teams

Vor diesem Hintergrund ist es nicht sehr überraschend, dass Buchholz mit Blick auf das zentrale Saisonziel optimistisch ist. „Wir wollen Play-Offs zuhause spielen, im eigenen Stadion, vor den eigenen Fans“, formuliert der Coach die Aufgabe für seine Spielerinnen. Als Hauptkonkurrenten sieht Buchholz dabei die Stuttgart Reds. Aber auch Mannheim sei Dank der Ausnahmekönnerin Lori Wenzel nicht zu unterschätzen. Die Derby-Spiele gegen Freising haben ohnehin immer besonderen Charme. Jonas Buchholz sieht sich hier aber in einer guten Position.

Das Team selbst wird dabei weitestgehend identisch mit Vorjahrsein. Nicht mehr zum Roster gehören die beiden Amerikanerinnen Hannah File und Carissa McBirnie, die in der vergangenen Spielzeit vor allem aufgrund von langwierigen Verletzungen und gesundheitlichen Problemen ihr echte Qualität nur selten auf dem Feld zeigen konnten.

Neuzugang und eigene Talente

Buchholz setzt auf die Stärke des Teams, das immer besser zusammengefunden hat. Dazu gehört auch, dass eine der beiden Ausländerpositionen sozusagen aus eigener Kraft besetzt wird. Die 32-jährige Amerikanerin Kodi Jones ist im vergangenen Jahr zu den Legionären gestoßen, da sie ganz in der Nähe von Regensburg an einem US-Stützpunkt lebt. Seitdem hat sich Jones als Vorbild in Sachen Einsatzwillen gezeigt. „Sie wirft sich bei jedem Training voll rein, hat sich enorm entwickelt. Es wäre einfach unfair, Kodi nicht spielen zu lassen“, erklärt Coach Buchholz die Entscheidung, zumindest vorerst nur nach einem internationalen Neuzugang Ausschau zu halten.

Die Arbeitsplatzbeschreibung für die neue Spielerin ist dabei ziemlich eindeutig. Es geht vor allem um Pitching und Coaching, deshalb gehört auch eine gewisse spielerische und persönliche Reife zum Anforderungsprofil. Buchholz will eine Unterschiedsspielerin holen, die das Team noch einmal besser macht. Eine weitere Aufgabe wird sicher auch darin bestehen, junge Talente wie beispielsweise die beiden U18-Nationalspielerinnen Michaela Knorova und Amelie Pfauntsch in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Saisonstart in Tübingen

Wie gut die Legionäre-Softballerinnen schon bisher spielen können, zeigten sie im vergangenen Jahr insbesondere bei der Serie gegen den Top-Favoriten aus Bonn. Beim 11:12 in Spiel 3 fehlte den Regensburgerinnen nur ein winziges Stück, um sich im Viertelfinale in Bonn durchzusetzen. In diesem Jahr soll es noch ein Stück weitergehen. Auch dank der Unterstützung der eigenen Fans im Rücken. Wer weiß, wie weit es dann wirklich gehen kann.

Die ersten Partien in der neuen Bundesliga-Saison bestreiten die Regensburgerinnen am 21. April in Tübingen. Nach weiteren Auswärtsspielen in Stuttgart und Mannheim steht am 26. Mai die Heimpremiere auf dem Programm, zu Gast sind dann die Karlsruhe Cougars.