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PONY-Express trifft COLT Champions: Junge Legionäre holen die Europa-Titel

Sieben Regensburger waren mit den U16 und U14 Teams der Deutschen Baseballakademie im Einsatz und qualifizierten sich für die World Series von COLT und PONY in den USA.

Prag ist immer eine Reise wert. Für sieben junge Baseballer aus Regensburg bewahrheitete sich diese Erkenntnis am vergangenen Wochenende gleich in mehrfacher Hinsicht. Domenic Rauwolf, Robin Spies, Matthias Bullmann, Jona Widmann, Owen Fierlbeck waren Teil des U16-Teams der Deutschen Baseballakademie beim Turnier um den Titel des Europäischen COLT Champions. Juan Diego Holmann und Dalton Deadman gehörten zur U14-Mannschaft der DBA, die um die PONY-Meisterschaft kämpfte. Sie alle kehrten nicht nur mit dem Turniersieg und der Qualifikation für die World Series zurück, die jungen Legionäre hatten auch erheblichen Anteil an den Erfolgen ihrer Teams. Das ist auch eine Bestätigung für die gute Arbeit der Coaches bei den Guggenberger Legionären und der Baseball Academy in Regensburg, in deren Teams die Spieler aktiv sind.

Bullmann macht den Deckel drauf

Die Deutsche Baseball Akademie hat sich den Titel des COLT European Champions gesichert. In vier Tagen blieb die U16 ungeschlagen und sicherte sich souverän das Ticket für die Endrunde im August in den USA. Vorentscheidend war der 4:2-Sieg gegen die tschechische Akademie im Halbfinale.

Im Finale wartete die niederländische Akademie der Giants auf das DBA-Team. Die Giants waren ebenfalls ungeschlagen ins Finale eingezogen. Aber Pitcher Finn Keuper warf ein sensationelles Spiel. Er ließ nur einen Run zu und Legionär und Academy-Spieler Mathias Bullmann machte als Closer den Deckel drauf. Am Ende gewann die deutsche Mannschaft mit 7:1 gegen ein starkes Giants-Team und löste damit das Ticket für die COLT World Series in den USA.

(v.li.) Domenic Rauwolf, Robin Spies, Matthias Bullmann, Jona Widmann, Owen Fierlbeck (Foto: R. Rauwolf)

Starke Regensburger

Im Turnierverlauf zeigten die Regensburger Spieler starke Leistungen. Final-Closer Matthias Bullmann zeigte seine Pitcher-Qualitäte und hat in drei Spielen keinen einzigen Run zugelassen.

Domenic Rauwolf (Academy-Spieler und Regensburger Eigengewächs) führte als Catcher in fünf Spielen die Defense an und gab seinen Pitchern die notwendige Sicherheit. Dabei punktete er auch selbst, mit fünf Hits in der Finalrunde.

Robin Spies, wie Bullmann und Rauwolf echter Regensburger und Academy-Spieler, hatte ein paar gute Hits, war auch als Warmup-Catcher im Einsatz und motivierte seine Teamkollegen im Dugout.

Owen Fierlbeck bestritt alle Partien im Infield und zeigte gute Plays. Sein Highlight in der Offensive: ein satter Homerun. Jona Widmann spielte sehr solide im Centerfield und bewies als Reliefer im Viertelfinale seine Pitcher-Fähigkeiten.

Dalton Deadman und Juan Diego Holmann (Foto: Schellkopf)

Holmann und Deadman in Top-Form

Ähnlich souverän wie die U16 holte sich auch die U14 der DBA den Europa-Titel und damit das Ticket in die USA. Zu den zentralen Figuren gehörten dabei Juan Diego Holmann und Dalton Deadman.

Das Turnier nahm für die DBA erst im Halbfinale so richtig Fahrt auf. Die spanische Akademie Catalynua machte mitsamt Anhang auch jenseits des Spielfelds viel Alarm. Legionär Holmann, Vater Carlos ist verantwortlich für das Team in der 2. Bundesliga und Infieldcoach in Martin Helmigs Team für die Bundesliga-Mannschaft, war davon aber nicht zu beeindrucken. Im Gegenteil. DBA-Headcoach Georg Bull: „Shortstop Juan Diego Holmann brachte die zahlreichen Zuschauer und Gegner mit zwei Big League Plays ans erste Base zum Staunen und zum Schweigen.“

Neben Holmann im Infield an der zweiten Base mit Academy-Spieler Dalton Deadman ein weiterer Regensburger, gleichzeitig Leadoff-Hitter des DBA-Teams. Deadman sorgte mit 2 für 3, darunter ein Double, in der Offensive für Druck. Am Ende stand ein klarer Sieg für die DBA und der Finaleinzug.

Dort wartete die Mannschaft aus Italien. Die beiden Regensburger standen dabei gleich zu Beginn im Blickpunkt. Deadman kam mit etwas Glück auf Base, Holmann sorgte wenig später für den ersten deutschen Hit im Finale.

Insgesamt war die deutsche Mannschaft auch für die Akademie der Italiener zu stark. Ein recht deutliches 10:2 buchte der DBA die Tickets zum Finalturnier in Washington.