Legionäre im Testspiel-Modus: Schmerzfreie Niederlagen gegen Heidenheim

Für Südmeister Regensburg hat die Vorbereitung auf die Playoff-Phase bereits begonnen, Titelverteidiger Heidenheim muss zweiten Tabellenplatz absichern. Trotzdem zwei enge Spiele.

Clasico unter besonderen Vorzeichen: während die Guggenberger Legionäre bereits vor ihrem Gastspiel bei den Heideköpfen ihre Position als Spitzenreiter und Meister der Bundesliga Süd klar machen, muss der amtierende Deutsche Meister Heidenheim noch um eine gute Position für die Playoffs kämpfen, hat die Verfolger im Nacken.

Legionäre ohne Stammspieler, Heideköpfe verstärkt

Vor diesem Hintergrund ist es auch nicht verwunderlich, dass beide Teams ziemlich unterschiedlich an die Partien herangingen. Bei den Legionäre bleiben neben dem verletzten David Grimes auch die Stammspieler Alexander Schmidt und Nino Sacasa zuhause, um sich auf Prüfungen konzentrieren zu können. Heidenheim holt sich mit Daniel Vavrusa, tschechischer Nationalspieler und ehemaliger Minor Leaguer bei den New York Yankees, bereits vor den beiden Spitzenspielen recht prominente Verstärkung an Bord.

Die unterschiedliche Ausgangslage macht sich an beiden Spieltagen durchaus bemerkbar. Spiel 1 haben die Legionäre lange Zeit mit erstaunlicher Coolness im Griff, lassen kaum etwas zu. Erst im neunten Inning gelingt dem Gastgeber die Wende, hat dabei aber auch noch eine gehörige Portion Glück. Catcher Kilian Redle kann kurz vor der Homeplate auf dem vom Regen des Nachmittags aufgeweichten Platz einen One-Hopper, abgefeuert aus dem Outfield von Devon Ramirez, nicht festhalten und muss dementsprechend den Heidenheimer ziehen lassen. Punkt statt entscheidendes Aus, Heidenheim dreht die Partie, in die Regensburger Führung vorher Pascal Amon via Homerun hergestellt hatte.

Amon fällt wegen Verletzung aus

Ähnliches Spiel am Samstagnachmittag. Auch hier ist die Partie lange ausgeglichen, obwohl die Legionäre zusätzlich auf den vom Vortag verletzten Pascal Amon verzichten müssen und Devon Ramirez eine künstlerische Pause erhält. Headcoach Tomas Bison improvisiert und testet – auch bei den Pitchern. Kaleb Bowman liefert eine für seine Verhältnisse noch brauchbare Vorstellung ab. Das lässt sich bei James Larsen nur mit Abstriche behaupten. Er kann seine Position im Pitcher-Ranking nicht gerade verbessern. Gleichzeitig macht sich gerade in der Offensive bemerkbar, dass bei den Legionären ein Stückchen Konzentration fehlt. DIe Regensburger kassieren in der Offensive eine ganze Menge Strikeouts.

Erst im siebten Inning können die Heidenheimer diese Partie drehen. Eine 3-Run-Rallye sorgt für die Entscheidung. Wie wichtig die Siege im Spitzenspiel für die Heideköpfe mit Blick auf die Playoff-Konstellation sind, zeigt der Blick auf die anderen Plätze. Die Haar Disciples, direkter Verfolger von Heidenheim, fegen Tübingen zweimal mehr als deutlich vom Platz. Mit den Erfolgen gegen Regensburg hält der Titelverteidiger die Münchener auf Distanz.

Schwung für die Playoffs

Bei den Legionären hält sich indes die Trauer über die Niederlagen in Grenzen. Die Regensburger wollen Heidenheim frühestens im Finale wiedersehen, Tabellenplatz 2 ist dafür die beste Voraussetzung. Für die Legionäre waren die Partien im Grunde sehr gute Trainingsspiele. Jetzt gilt es gegen Tübingen den Schwung zu behalten und vor den Playoffs keine unnötigen Verletzungen einzusammeln