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Comeback ohne Happy End: Legionäre belohnen sich nicht

Regensburg kämpft sich in hochklassiger Partie gegen Heidenheim nach Rückstand wieder ins Spiel und zieht am Ende doch den Kürzeren. Nächste Chance am Samstag.

Es soll derzeit einfach nicht sein. Die Guggenberger Legionäre zeigten am Freitagabend gegen die Heideköpfe Heidenheim über weite Strecken eine ansprechende Leistung, kassierten am Ende aber doch die nächste Niederlage. Am Samstag ab 13 Uhr haben die Regensburger die nächste Chance, um mit einem Sieg gut in den Endspurt der Regular Season zu finden.

Die Armin-Wolf-Baseballarena war bereit für das große Spiel, die Ränge trotz des im Vergleich zu den Tagen vorher unerfreulichen Wetters gut gefüllt. Besser gefüllt als in den letzten Woche war auch der Roster, auf den Martin Helmig und sein Coaching Team zurückgreifen können. Mit Nino Sacasa und David Dinski meldeten sich zwei Stammspieler zurück. Für gute Stimmung sorgte obendrein eine kleine Ehrung für Matt Vance. Die Legionäre-Legende hatte während der jüngsten Auswärtsspiele die 600-Hit-Marke übersprungen.

Auszeichnung für Matt Vance: 600 Hits sind vor ihm noch nie einem Spieler der Legionäre gelungen. (Fotos: Rene Thalemann)

Heidenheim legt vor

Der Auftakt der Partie gegen Heidenheim bereitete den heimischen Fans aber weniger Freude. Gleich zum Auftakt musste Starting Pitcher Christian Pedrol nach einem Walk einen Homerun durch Drew Janssen hinnehmen. Die Gäste aus Heidenheim gingen 2:0 in Führung und legte im zweiten Inning gleich mit zwei weiteren Runs nach, profitierten dabei auch von der freundlichen Unterstützung durch einen mindestens diskutablen Save-Call an der dritten Base.

Bei den Legionäre dauerte es dagegen ein wenig, bis sie auch in der Offensive wirklich Fahrt aufnahmen. Rückkehrer Nino Sacasa brach im dritten Inning den Bann. Sein Single brachte Elias von Garßen nach Hause. Wenig später stellte David Grimes seine zuletzt beeindruckende Form als Hitter unter Beweis und hämmerte den Ball an das Scoreboard. Mit dem Homerun waren die Legionäre wieder im Spiel, das Publikum in der Armin-Wolf-Arena meldete sich ebenfalls lautstark zurück.

Die Rolle des Stimmungsdämpfers übernahm dann zunächst eine deutsche Baseball-Institution. Simon Gühring, langjähriger Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, zeigte am Freitag einmal mehr seine Qualität. Im fünften Inning steuerte er gegen den nach schwierigem Start souverän agierenden Christian Pedrol ein RBI-Single bei. Spielabschnitt 6 brachte dann den nächsten Auftritt des an diesem Abend stärksten Heidenheimers: Drew Janssen sammelte einen weiteren RBI.

Legionäre kämpfen sich zurück

Die Heimmannschaft ließ sich durch den erneut gewachsenen Rückstand aber nicht aus der Bahn werfen. Eric Harms eröffnete die Aufholjagd, mit Single, Steal und Run. Finn Freisberg, inzwischen auf dem Mound, hatte die Gäste-Offensive erstmal unter Kontrolle. Die Legionäre legten nach. David Grimes lieferte ein Double aus. Matt Vance kassierte von seinem früheren Mannschaftskollegen Mike Bolsenbroek einen Hit by Pitch. Ein Single von Ronnie Sweeny brachte Grimes und Vance nach Hause, Regensburg hatte zum 6:6 ausgeglichen, das Stadion bebte.

Kuriose Situation im Anschluss: Martin Helmig wollte den blitzschnellen Elie Musoni als Pinch Runner für Sweeny bringen. Der US-Boy wehrte sich aber mit Händen und Füßen gegen die Auswechslung. Helmig ließ ihn auf dem Feld. Es folgte ein Fly Out für Eric Harms und ein Strike Out für Elias von Garßen, laufen durften am Ende also weder Musoni noch Sweeny.

Unglücklicher Schlussabschnitt

Spannender hätte das Setup für den Schlussabschnitt nicht sein können. Doch Drew Janssen zeigte sich reichlich unbeeindruckt von der Ausgangslage. Ein weiterer Single plus Steal brachte Janssen in Scoring Position, wenig später sorgte er für die erneute Heidenheimer Führung. Nach einem Hit by Pitch gegen Gühring war der Arbeitstag für den starken spielenden Freisberg beendet, Cedano de Leon übernahm. Der hatte allerdings einen komplett gebrauchten Tag erwischt. Sein Start mit Hit by Pitch sorgte für Bases loaded. Im Anschluss bescherte der Regensburger Pitcher den Heideköpfen durch Walks zwei weitere Punkte.

Martin Helmig zog die Notbremse, brachte James Larsen als Closer. Larsen beendete dann auch ziemlich überzeugend das letzte Inning, verhinderte weiteren Schaden. Die Legionäre gingen allerdings mit einem Rückstand von drei Punkten in das finale Halbinning. Da weckte Nino Sacasa mit einem Single neue Hoffnung. Direkt im Anschluss sorgte ein Double Play der Heideköpfe aber für den nächsten Downer. Alex Schmidt und David Grimes kämpften sich noch einmal mit Singles auf die Base. Sollte den Legionären eine Two-Out-Rallye gelingen? Nicht an diesem Abend. David Grimes kassierte nach einem Groundball von Matt Vance das entscheidende Aus auf der 2. Base.

Enttäuschung und positive Signale

Bei aller Enttäuschung über die Niederlage setzte das Spiel gegen den Tabellenführer aber auch ein positives Signal. Mit 13 Hits, sogar einer mehr als der Gegner, meldete sich die Legionäre-Offensive endgültig zurück. Jetzt geht es darum, sich selbst zu belohnen und die Spiele auch wieder nach Hause zu bringen.

Die nächste Gelegenheit gibt es dazu bereits am Samstag ab 13 Uhr. Beim Guggenberger-Day in der Armin-Wolf-Arena haben die Legionäre eine veritable Chance, das letzte Heimspiel der Regular Season auch wirklich nach Hause zu bringen.