Hatte mit 2 Runs und 2 RBI erheblichen Anteil am Sieg: Devon Ramirez (Foto: Rene Thalemann)

Comeback mit Karacho: Legionäre wieder dick im Rennen

#webelieve: Mit dem 11:3-Sieg gegen die Hamburg Stealers gleichen die Legionäre in der Viertelfinal-Serie aus. Am Sonntag winkt mit zwei Spielen die Chance auf das Halbfinale.

Die Guggenberger Legionäre sind wieder richtig dick im Rennen. Mit einem am Ende deutlichen 11:3-Erfolg haben die Regensburger nicht nur die Serie gegen Hamburg ausgeglichen, sondern auch ein deutliches Zeichen gesetzt. Am Sonntag ab 12 Uhr geht es mit einem Double Header weiter in der Armin-Wolf-Arena. Mit der Unterstützung der Regensburger Fans könnten die Legionäre dabei sogar schon den Sprung ins Halbfinale schaffen.

Harter Kampf gegen Top-Pitcher Kubo

#webelieve war der Hashtag der Fans und Supporter in dieser Woche. Die Mannschaft hat sich das offenbar zu Herzen genommen. Der Glaube an sich selbst war gerade in dieser etwas ungewöhnlichen Partie wichtig. Die Legionäre waren im eigenen Stadion nicht die Heimmannschaft, bekamen es obendrein mit dem Top-Pitcher Yasutomo Kubo zu tun. Der Japaner ist in dieser Saison wohl der beste Pitcher der Liga.

Stealers-Star Yasutomo Kubo (Foto: Rene Thalemann)

Dementsprechend schwer tat sich die Legionäre-Offensive in der ersten Hälfte des Spiels. Fünf Innings lang hatte Kubo die Regensburger im Griff. Mehr als einen Hit ließ er nicht zu. Allerdings benötigte der 42-Jährige dafür mehr Pitches, als den Hamburgern lieb sein konnte.

Tomek in Top-Form

Gleichzeitig zeigte sich Jan Tomek an diesem Tag als ebenbürtig. Der Tscheche, in Hamburg noch unglücklich am Sieg der Stealers beteiligt, lieferte eine ganz starke Vorstellung ab. Auch für die Stealers gab es fünf Innings nichts zu erben. Stattdessen schien es, als wäre die Legionäre dem ersten Punkt näher als der Nord-Zweite.

Starke Leistung von Jan Tomek (Foto: Rene Thalemann)

In Spielabschnitt 6 war es dann soweit. Der wiedererstarkte Daniel Patrice hämmerte mit zwei Runner on Base den Ball durch die Mitte. Devon Ramirez nutzte den Hit zur Führung für Regensburg. Die Legionäre mussten aber postwendend die kalte Dusche hinnehmen. Aus dem Nichts packte der Hamburger Simon Bäumer den Hammer aus und schickte den Ball dem Wind hinterher über den Zaun zum Two-Run-Homerun und der Steales-Führung.

Sieben Runs im siebten Inning

Die Legionäre zeigten sich aber nicht geschockt. Im Gegenteil, das folgende Inning sollte zum großen Befreiungsschlag für die Truppe von Martin Helmig werden. Kubo, inzwischen wie Jan Tomek mit weit über 100 Pitches, fing sich gleich zum Auftakt ein Double durch Elias von Garßen ein. Nino Sacasa legte direkt nach, von Garßen punktete zum Ausgleich. Das nächste Double, diesmal von Devon Ramirez, brachte den eingewechselten Silvan Stilzebach nach Hause. Regensburg war wieder in Führung.

Die Legionäre wollten mehr, sie bekamen mehr. Single Grimes, Punkt Ramirez. Single Patrice, Punkt Grimes. Hier endete der Stealers-Plan, mit Pitcher Kubo das gesamte Spiel zu bestreiten. Der Drive der Regensburger endete aber auch nach dem Pitcher-Wechsel nicht. Zunächst profitierten die Legionäre von einem Walk bei Bases loaded. Dann meldete sich Nino Sacasa erneut mit einem Double zu Wort, Daniel Patrice und Freitags-Geburtstagskind Matt Vance bedankte sich mit Runs.

Am Ende hatten die Guggenberger Legionäre im siebten Inning ebenso viele Runs auf der Uhr. Aus dem 1:2 war ein 8:2 geworden. Diese Führung baute im folgenden Spielabschnitt Alex Schmidt nach einem Single von Eric Harms aus. Den Hamburgern gelang gegen den inzwischen für Regensburg werfenden Finn Freisberg ebenfalls ein Run, aber auch nicht mehr. Anders die von den Fans gefeierten Legionäre. Alex Schmidt schickte Elias von Garßen noch einmal über die Platte, Nino Sacasa sorgte für den Endstand.

Sie sind wieder da: Die Legionäre melden sich mit deutlichem Sieg zurück (Foto: Holger Schellkopf)

#webelieve: Sonntag geht es weiter

Mit dem Sieg sollten sich die Legionäre auch das nötige Selbstbewusstsein, für die weiteren Partien des Viertelfinales erarbeitet haben – den Glauben an sich selbst gestärkt, #webelieve eben. Den Schwung vom Samstag gilt es jetzt in die beiden Partien am Sonntag mitzunehmen. Um 12 Uhr geht es los in der Armin-Wolf-Arena. Dann mit zwei echten Heimspielen für die Guggenberger Legionäre, die wieder auf massive Unterstützung durch die Fans hoffen.