Guggenberger Legionäre holen sich das zweite Spiel gegen Bonn per Extra-Inning mit 7:6. Schlussphase des Spitzenduells mit viel Spektakel.
Es gibt kaum eine Sportart, bei der sich Misserfolg und Erfolg in so kurzer Zeit abwechseln wie beim Baseball. Zu besichtigen war das einmal mehr am Sonntag in der Armin-Wolf-Baseball-Arena. Hauptdarsteller war Daniel Patrice. Wenige Minuten, nachdem er seine eigene Verzweiflung über den Schlag ins Double Play kundgetan hatte, stand der Regensburger First Base Man wieder am Schlag. Diesmal sorgte er für pure Begeisterung im Regensburger Stadion. Patrice brachte mit seinem Single Elias von Garßen über die Platte, sorgte für den entscheidenden Punkt im Spitzenduell gegen die Bonn Capitals.
Offensive mit Schwierigkeiten
Danach hatte es lange nicht ausgesehen. Die Mannschaft von Matt Vance tat sich wie bereits bei der Niederlage am Vortag sehr schwer gegen das starke Bonner Pitching. Die Capitals mussten dabei sogar noch auf den früheren Regensburger Niklas Rimmel verzichten. Dennoch dauerte es bis zum dritten Inning, ehe die Regensburger überhaupt einen Hit verbuchen konnten.
Der nach Verletzung wieder stärker werdende Leeroy Tavarez hielt währenddessen die Capitals weitgehend an der Kette. Erst im vierten Inning schlug der Tabellenführer erstmals richtig zu. Ein Single brachte Bonn den ersten Run. Wenig später übernahm Tim Fischer auf dem Mound, musste mit Bases loaded zurechtkommen. Das funktionierte zu Beginn nicht so ganz. Ein Walk brachte die 2:0-Führung für die Capitals. Danach war Fischer in seinem vorerst letzten Spiel für die Guggenberger Legionäre aber nicht mehr zu stoppen. Bis in das siebte Inning hinein ließ er überhaupt nichts mehr zu.
Schmidt-Double bricht den Bann
Das war auch die Grundlage dafür, dass Regensburg bis dahin weiter im Spiel war. Genau in diesem Spielabschnitt legten die Legionäre dann auch in der Offensive los. Valentin Thumann, per Walk auf Base gekommen, nutzte ein krachendes Double von Alex Schmidt entlang der Linie zum ersten Punkt für Regensburg. Wenig später nutzte Schmidt selbst einen Error der Gäste zum Ausgleich.
In dem Inning wäre noch deutlich mehr drin gewesen, die Legionäre hatten Bases loaded bei nur einem Aus. Aber dann nahm die besondere Geschichte von Daniel Patrice ihren Lauf. Zuerst mit dem Schlag ins Double Play.
Ungenutzte Chancen
Trotzdem holten sich die Regensburger noch ihre Führung. Im folgenden Spielabschnitt begann das Pitching der Bonner zu wackeln. Unterstützt von Walks und Hits by Pitch waren die Legionäre durch Domenic Rauwolf und Eric Harms plötzlich mit zwei Runs vorne. Erneut ließen sie aber die Chance liegen, bei Bases loaded noch einmal nachzulegen.
Das sollte sich erst einmal rächen. Felix Bock, inzwischen auf dem Mound, war in seinem ersten Inning noch blitzsauber unterwegs, kassierte dann aber im Schlussabschnitt doch noch ein schmerzhaftes 2RBI-Single. Die Partie war wieder ausgeglichen. Extra Innings mussten her.











Dort schien es zunächst, als würden die Bonner das Spiel doch noch auf ihre Seite ziehen. Ein Double sorgte für zwei Runs der Capitals. Mehr gelang den Gästen dann gegen den nun werfenden James Larsen nicht mehr. Aber Regensburg war unter Druck, mindestens zwei Punkte mussten her, um die Niederlage zu verhindern. Der erste Schritt dahin war ein Sacrifice Bunt von Alex Schmidt, der die Runner auf die Bases 2 und 3 schob. Durch ein Looking Strikeout von Devon Ramirez waren die Legionäre dann aber nur noch ein Aus vom Verlust des Spiels entfernt.
Genau das verhinderte aber erstmal Nino Sacasa. Sein Double brachte die notwendigen zwei Punkte zum Ausgleich und schob Elias von Garßen auf die dritte Base. Von dort startete der Regensburger Catcher dann nach dem Schlag von Daniel Patrice zum entscheidenden Run durch.
Nächste Station: Hamburg
Die Mannschaft von Matt Vance bleibt damit auf dem zweiten Tabellenplatz hinter Bonn. Am kommenden Wochenende trifft sie auf den direkten Verfolger. Das sind seit Sonntag die Hamburg Stealers, die gegen Heidenheim nach einem knappen Sieg am Samstag im zweiten Spiel ein sehr deutliches 14:0 einsammelten.





