Legionäre-Damen werfen in drei dramatischen Partien den amtierenden Meister Wesseling aus dem Rennen und stehen jetzt im Halbfinale gegen Stuttgart.
Es war bisher nicht so ganz die Saison, die sich die Softballerinnen in der Bundesliga vorgenommen hatten. Zu oft blieb das Legionäre-Team hinter den eigenen Möglichkeiten. Nach diesem Wochenende spielt das alles aber keine Rolle mehr. Der Mannschaft um Spielertrainerin Daniella Toschi ist im Viertelfinale der Bundesliga-Playoffs ein echter Kracher gelungen. Die Guggenberger Legionäre haben den mit Nationalspielerinnen gespickten Titelverteidiger Wesseling Vermins aus dem Wettbewerb genommen. In der „Best-of-Three“-Serie setzten sich die Oberpfälzerinnen in Wesseling mit 2:1 Siegen durch.
Comeback nach Niederlage
Am Samstag begann die Serie mit einem Spiel, das lange Zeit eine klare Sache zu sein schien. Gleich im ersten Inning legten die Legionärinnen zwölf Runs vor. Doch die hohe Führung, die beim Stand von 12:1 schon fast uneinholbar wirkte, schmolz Inning für Inning dahin. Am Ende hieß es 16:15 für die Gastgeberinnen. Spielertrainerin Daniella Toschi sprach später von „alten Mustern“, in die ihre Mannschaft zurückgefallen sei: zu viele Fehler, zu viele Gedanken, zu wenig Konsequenz.







Die Antwort folgte unmittelbar im zweiten Spiel des Tages. Regensburg trat konzentrierter auf, wirkte gefestigt und nutzte seine Chancen. Pitcherin McKenna Meadors dominierte die Offensive des Meisters und kontrollierte die Partie, die nach sechs Innings vorzeitig beendet war. Mit 8:1 zwangen die Legionärinnen das Duell in ein entscheidendes drittes Spiel. Highlight: Ein Homerun von Jacqueline Eiting.
Dramatische Entscheidung
Am Sonntag musste Spiel 3 die Entscheidung über die Serie bringen. Das war nichts für schwache Nerven. Regensburg ging wieder in Führung, Wesseling konterte, nach sieben Innings war die Begegnung ausgeglichen. Im letzten Spielabschnitt drängten die Vermins auf die Entscheidung, brachten den möglichen Winning Run bis auf die dritte Base aber eben nicht weiter. Das Spiel musste in die Verlängerung.
Das erste Extra Inning wurde zum Schlüsselmoment der Serie. Mit zwei Bunts setzten die Legionärinnen die Defensive der Gastgeberinnen unter Druck. Dann folgte der entscheidende Schlag: Eine Bombe von McKenna Meadors. Sie beförderte den Ball über den Leftfield-Zaun und verschaffte den Regensburgerinnen drei Runs. Wesseling fand keine Antwort mehr, die Partie endete schließlich doch noch recht deutlich mit 12:7.
„Dieses Wochenende waren wir das Team, das wir die ganze Saison sein wollen“, sagte Toschi nachher bei heimatsport.de. „Wir haben uns selbst und dem Rest der Liga gezeigt, dass wir zurecht hier stehen.“ Mit dem Sieg gegen Wesseling haben es die Legionärinnen erstmals seit 2022 wieder ins Halbfinale geschafft. Bis dahin dauert es aber noch etwas. Erst am 20. September geht es weiter. Dann gegen Südmeister Stuttgart Reds, der nächste ganz schwere Brocken. Gelingt aber noch einmal eine Leistung wie gegen Wesseling, dann ist auch diesmal alles drin.





