Die Guggenberger Legionäre stellen sich im Softball neu auf: Jonas Buchholz, ehemaliger Headcoach der Bundesligadamen, koordiniert nun als Bereichsleiter den gesamten Softballbereich.
Die Guggenberger Legionäre stellen sich im Softball neu auf: Jonas Buchholz, lange Headcoach der Bundesligadamen, koordiniert nun als Bereichsleiter den gesamten Softballbereich. Der Verein hat in allen Altersklassen Mannschaften am Start und verzeichnet guten Zulauf – für die Saison 2026 liegt der Fokus auf dem Aufbau eines stabilen Trainerteams und dem Erreichen der Playoffs.
Jonas Buchholz wollte weiter an dem arbeiten, was er mit aufgebaut hatte. Nach seiner Zeit als Headcoach der Bundesligadamen übernahm er nun die Position des Bereichsleiters Softball. Diese Rolle hatte bisher Markus Brunner, über viele Jahre hinweg der Mr. Softball bei den Guggenberger Legionären. Ohne ihn wäre eine derart positive Entwicklung des Bereichs schlicht nicht möglich gewesen.
Da Brunner, in der Armin-Wolf-Arena bestens bekannt als Regelerklärer, als Umpire- und Scorer-Obmann bereits sehr stark ausgelastet sei, habe Buchholz nun Kaderplanung, Organisation des ESSC und Budgetverantwortung übernommen. „Markus Brunner, Susi Korbely und ich haben viele dieser Aufgaben schon in den letzten Jahren gemeinsam erledigt“, erklärt Buchholz die Neustrukturierung.
Starker Saison-Endspurt
Die Entscheidung, das Traineramt niederzulegen, war ihm nicht leichtgefallen. „Mir fehlte einfach das Feuer, um das noch einmal zu machen“, sagte Buchholz über den Verlauf der vergangenen Saison. Daniella Toschi, die bereits im Nachwuchs tätig war und verletzungsbedingt nicht spielen konnte, übernahm die Mannschaft als Spielertrainerin. Die Veränderung zeigte Wirkung. Die Regensburgerinnen holten sich am Saisonende fast den Deutschlandpokal und stellten das Potenzial der Mannschaft unter Beweis.

Auch im Nachwuchsbereich sieht Buchholz echtes Potenzial. Der Verein hat Mannschaften in allen Altersklassen – U13, U16 und U19 – und verzeichnet guten Zulauf. Die Herausforderung liegt hier vor allem im Ausbau des Trainerteams. Aktuell springen oft aktive Spielerinnen wie die junge Mia Elsner ein.
Das wird aber spätestens im Sommer schwierig, wenn die Softballerinnen selbst an Spieltagen im Einsatz sind. Deshalb baut Jonas Buchholz intensiv an tragfähigen Lösungen. Ziel ist dabei auch, mehr Präsenz bei Schulprojekten und ähnlichen Dingen zeigen zu können. Ab Mitte des Jahres könnte hier mit Junioren-Nationalspielerin Michaela Knorova eine der Nachwuchshoffnungen der Legionäre aktiv werden.
Neue Impulse und klare Ziele
Dringlicher gestaltete sich allerdings die Planung für das Bundesliga-Team. Hier musste der Verein intensiv an Kaderzusammenstellung und Trainersuche arbeiten. Das Top-Team der Damen erhält mit der kommenden Saison ein verändertes Gesicht. Der Kader selbst hat sich verändert. Theresa Diefenbach und Jessica Eiting, beide wichtige Spielerinnen der vergangenen Jahre, haben ihre Bundesliga-Karriere beendet. Mit Nina Kerscher und Daniella Toschi haben zudem zwei Catcherinnen den Verein in Richtung USA verlassen. Zwei Positionen, die nun aus Amerika neu besetzt werden.
Mitte Mai stößt Catcherin Layla Stouder zum Team. Die Amerikanerin spielte zuletzt an der University of the Southwest in der NAIA, wo sie als Teamcaptain und als #4-Hitterin in 40 Spielen eine Schlagquote von .289 erzielte. Zuvor war sie zwei Jahre lang Division-I-Athletin an der University of Arkansas at Pine Bluff, wo sie als Starting Catcher, First Baseman und Designated Hitter eingesetzt wurde. Stouder wird sowohl im Bundesliga-Team eingesetzt als auch gemeinsam mit Ellie Giles das Development Team coachen.
Anfang Juni folgt Pitcherin Ellie Giles. Die 21-Jährige war vier Jahre lang Starting- und Reliefpitcherin an der Belmont University in der NCAA Division I und schloss ihre Collegiate-Karriere mit einer ERA von 3,88 sowie 104 Strikeouts in 167,2 Innings ab. In ihrer letzten Saison 2025 gewann ihr Team die Conference Championship und erreichte das NCAA Tournament – Giles warf dabei fünf Innings im ersten Turniersieg der Programmgeschichte. Schon in der Highschool hatte sie sich einen Namen gemacht: In ihrer Abschlusssaison führte sie die Nation mit 475 Strikeouts an und hält mehr als ein Dutzend IHSA-Rekorde. Ihr Hauptpitch ist ein Riseball, den sie auf drei Ebenen lokalisiert; dazu kommen Curveball, Changeup und Fastball.
Giles wird gemeinsam mit Stouder und Gavin Likely das Bundesliga-Team betreuen. Likely lebt in der Oberpfalz und kennt die Mannschaft bereits seit längerem.
Zusätzliche Verantwortung
Im Wintertraining organisierten sich die Spielerinnen weitgehend selbst. Jonas Buchholz sieht darin auch Vorteile. „Die Spielerinnen übernahmen hier zusätzliche Verantwortung. Das ist auch für das Team selbst gut.“
Für die Saison hat Buchholz trotz der Veränderungen sehr klare Ziele. Die Bundesligadamen sollen die Playoffs erreichen. Sein Wunsch wäre eine Playoff-Heimspielserie im Best-of-Five-Modus. „Der Kader hat genug Talent, wenn die einzelnen Spielerinnen mehr Verantwortung übernehmen“, so Buchholz. Im Nachwuchs sollen alle geplanten Spiele durchgeführt werden und die Zahl der Spielerinnen steigen. Das Ziel ist hier zudem der Aufbau eines stabilen Coaching-Teams, das das ganze Jahr über zur Verfügung steht.





