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Mi. 05.06.2024 / 19: 00 vs. Eagles Praha

Duell auf Augenhöhe: Beim Finale gibt es keinen echten Favoriten (Foto: fotoschmiede-mcb.de)

Premiere ohne echten Favoriten

Die Guggenberger Legionäre und die Bonn Capitals stehen sich erstmals in der 32-jährigen gemeinsamen Bundesliga-Geschichte beider Vereine in einem Meisterschaftsfinale gegenüber.

Auch die Daten geben keine Antwort. Eine aktuelle Auswertung aller verfügbaren Stats der Saison kommt zu dem Ergebnis, dass die Chancen im Meisterschaftsduell zwischen Regensburg und Bonn auch unter diesem Aspekt quasi gleich sind. Keiner der beiden Kontrahenten kann sich einen echten Vorsprung verschaffen. Das passt auch zu den bisherigen Ergebnissen.

Die Bonn Capitals und die Guggenberger Legionäre verbindet eine lange gemeinsame Bundesliga-Geschichte. Beide Vereine schafften 1994 zeitgleich den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. In der ersten gemeinsamen Saison waren beide noch Konkurrenten um den vierten Platz in der Südstaffel, wobei Regensburg mit einem Sieg Vorsprung vor Bonn das Viertelfinale erreichte. Zur Saison 1997 wechselte Bonn in die Nordliga, im selben Jahr trafen beide Vereine im Viertelfinale der Playoffs erstmals aufeinander, das Bonn mit 2:0 für sich entschied.

Rekordspiel

Seither kreuzten sich die Wege beider Klubs wiederholt in den Playoffs, darunter das Halbfinal-Spiel vier aus dem Jahr 2018, das Bonn nach 19 Innings und rund fünfeinhalb Stunden Spielzeit mit 3:2 gewann und das bis heute als längstes Playoff-Spiel der deutschen Baseball-Geschichte gilt. Nach 32 gemeinsamen Jahren in der 1. Bundesliga treffen beide Vereine nun erstmals in einem Finale um die Deutsche Meisterschaft aufeinander.

Für Bonn ist es die neunte Finalteilnahme insgesamt und die achte innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Die Capitals erreichten 1999 erstmals die Top zwei der Liga und spielen nach den Titeln 2018, 2022 und 2024 um ihren vierten Meistertitel. Die Guggenberger Legionäre stehen zum elften Mal im Finale und zum zweiten Mal in Folge, nachdem zuvor acht Jahre lang keine Finalteilnahme gelungen war. Regensburg hatte 2006 erstmals um den Bundesliga-Pokal gespielt und spielt nach den Titeln 2008 sowie 2010 bis 2013 nun um den sechsten Meistertitel der Vereinsgeschichte.

In der Interleague-Runde 2026 standen sich beide Mannschaften bereits viermal gegenüber, die Siege verteilten sich dabei jeweils zur Hälfte. In Bonn gewannen die Capitals das erste Duell mit 2:1, die Legionäre setzten sich im zweiten Spiel mit 11:4 durch. In Regensburg siegte Bonn im ersten Spiel mit 4:1, ehe die Legionäre das zweite Spiel mit 7:6 für sich entschieden.

Starke Pitcher-Reihen

Bonn setzt in der enorm starken Pitching-Rotation auf die Starter Niklas Rimmel, Markus Solbach und Titus von Kapff, als Reliever stehen Noah Lindt und Dovydas Neverauskas zur Verfügung. In der Offensive führen die Nationalspieler Eric Brenk, Maurice Bendrien und Simon Bäumer die Capitals an, ergänzt um Daniel Lamb-Hunt, McCoy Pearce und Daniel Sanchez.

Bei den Guggenberger Legionären tragen die Starter Christian Pedrol und Leeroy Tavarez sowie das Reliever-Duo Quentin Moulin und Nicolas Antoine die Hauptlast im Pitching Staff, Felix Bock und James Larsen stehen als weitere Optionen zur Verfügung. Vielleicht gibt es im Laufe der Finalserie auch noch eine Überraschung auf dem Mound. In der Offensive führen die Nationalspieler Alexander Schmidt und Nino Sacasa die Line-up an, zusammen mit Kohei Sasagawa, Devon Ramirez und Domenic Rauwolf.

Staps fraglich

Norwin Staps gilt aufgrund seiner gegen Hamburg erlittenen Verletzung für den Serienstart als fraglich, eine endgültige Entscheidung über seinen Einsatz soll am Samstag nach abschließenden Sprinttests fallen. Felix Bock ist grundsätzlich einsatzfähig, hat wegen einer Grippeerkrankung allerdings seit zwei Wochen nicht geworfen. Thomas Kinskofer reist aus privaten Gründen nicht mit der Mannschaft nach Bonn.

Die Guggenberger Legionäre erreichten das Finale durch zwei Siege bei den Hamburg Stealers. In Spiel drei setzte sich Regensburg nach einem 3:2-Rückstand mit 5:3 durch, die Entscheidung fiel im neunten Inning durch RBI-Singles von Nino Sacasa und Daniel Patrice. In Spiel vier bauten die Legionäre eine 4:1-Führung nach einem zwischenzeitlichen 4:3 von Hamburg im neunten Inning mit drei weiteren Runs zum 7:4-Endstand aus. Die Wins gingen an Nicolas Antoine und Leeroy Tavarez.

Finalserie

Die Serie beginnt am Samstag und Sonntag mit den Spielen eins und zwei in der Bonner Rheinaue, jeweils um 14 Uhr. Spiel drei und Spiel vier finden am 19. und 20. September in der Armin-Wolf-Baseball-Arena statt, Beginn ist jeweils um 14 Uhr. Diese Termine fallen zeitlich mit der Deutschen Meisterschaft Baseball Schüler zusammen, die ebenfalls in Regensburg ausgetragen wird.

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