Die Guggenberger Legionäre bestreiten am Freitag und Samstag gegen die Stuttgart Reds ihre letzten beiden Spiele der Regular Season. Die Interleague-Teilnahme ist sicher, über die Südmeisterschaft entscheidet ein Fernduell.
Die Guggenberger Legionäre empfangen am Freitag (19 Uhr) und Samstag (14 Uhr) die Stuttgart Reds in der Armin-Wolf-Baseball-Arena und bestreiten damit ihre letzten beiden Spiele der diesjährigen DBL-Hauptrunde. Die Teilnahme an der neu eingeführten Interleague-Runde zwischen den besten sechs Mannschaften aus Nord- und Südstaffel haben die Legionäre bereits sicher, die Südmeisterschaft bleibt dagegen vom Ausgang der Partien zwischen den Mainz Athletics und den Heideköpfen abhängig.
Vor dem zehnten und letzten Spieltag der DBL Süd führt Heidenheim die Tabelle mit 15:3 an, gefolgt von Regensburg (13:5), Mainz (10:8) und Stuttgart (9:9). Parallel zu den Spielen in Regensburg empfangen die Mainz Athletics die Heideköpfe, ebenfalls am Freitag und mit Rückspiel am Samstag.
Im Titelrennen hat Heidenheim die besseren Karten. Ein eigener Sieg oder eine Niederlage der Legionäre würde den Heideköpfen die Südmeisterschaft bereits sichern. Regensburg bleibt die Außenseiterchance: Verlieren die Heideköpfe beide Spiele in Mainz und gewinnen die Legionäre beide Partien gegen Stuttgart, würde Regensburg dank des besseren direkten Vergleichs noch an die Spitze springen.
Stuttgart kämpft um Interleague
Auch um Rang drei und damit den letzten Interleague-Platz geht es am Wochenende. Die Stuttgart Reds benötigen zwei Siege gegen Regensburg und zugleich zwei Niederlagen der Mainz Athletics gegen Heidenheim, um die Athletics noch von Platz drei zu verdrängen. Gelingt das nicht, bleibt Mainz Dritter und damit für die Interleague-Runde qualifiziert. Im ersten Saisonduell mit Regensburg hatten sich die Reds noch eine Siegteilung erkämpft (0:1 und 4:1), in der Rückrunde gelangen ihnen aber nur drei Siege aus acht Partien.
Für die Legionäre hat das Wochenende auch über die unmittelbare Tabellensituation hinaus Bedeutung. In die Interleague-Runde nimmt jede Mannschaft ihre bisherige Bilanz gegen die ebenfalls qualifizierten Kontrahenten aus der eigenen Staffel mit. Würden die Reds mit zwei Siegen an der Donau die Athletics noch von Rang drei verdrängen, müssten die Legionäre ihre Resultate gegen Stuttgart statt gegen Mainz weiterführen, was die Ausgangslage von aktuell 5:3 auf 3:5 verschlechtern würde. Headcoach Matt Vance verweist deshalb auf die Ausgangslage der Gäste: „Stuttgart steht mit dem Rücken zur Wand, muss beide Spiele gewinnen. Wir werden natürlich alles daran setzen, dass sie das nicht tun. Daher ist es wichtig, dass wir mit Vollgas in das Wochenende gehen und die beiden Siege holen.“
Matt Vance sieht einen Lernprozess
Vance zieht aus den vergangenen Wochen, die nicht durchgehend reibungslos verliefen, eine nüchterne Bilanz: „Ich habe schon damit gerechnet oder vielleicht sogar gehofft, dass wir im Laufe der Saison unsere Schwierigkeiten haben. Man wird nur dadurch besser, indem man aus seinen Fehlern lernt. Ich hoffe, dass wir diese dann bis zu den ganz wichtigen Spielen abgestellt haben werden.“ Konkret nennt der 39-Jährige die Verwertung von Grundsituationen: „In bestimmten Situationen müssen wir noch effektiver werden. Die Läufer auf die Bases zu bekommen, ist nicht unser Problem. Diese aber weiter und ins Ziel zu bringen, das gilt es zu verbessern.“
Beim Pitching sieht Vance dagegen weiterhin die Stärke seines Teams: „Unsere Stärke ist nach wie vor das Pitching und die Defense. Sobald der verletzte Leeroy Tavarez wieder zurückkommt, werden wir da noch besser. Dabei haben wir jetzt schon die statistisch gesehen beste Gruppe an Werfern in der Liga. Wir müssen nur sicherstellen, dass das auch so bleibt.“ Tavarez steht ebenso wie Outfielder Julian Siegert-Bomhard nach langwieriger Verletzung kurz vor der Rückkehr.





