Im zweiten Interleague-Spiel gegen Hamburg läuft für Regensburg so gut wie nichts nach Plan. Die Stealers holen sich einen 7:1-Sieg und nehmen einen Split mit in den Norden.
Es gibt diese Tage, da zeigt sich recht schnell, dass es diesmal ziemlich schwierig werden dürfte. Der Samstag mit dem zweiten Heimspiel der Interleague für die Guggenberger Legionäre war so ein Tag. Am Ende stand ein deutlicher Sieg für die Gäste aus Hamburg und etwas Ratlosigkeit bei den Gastgebern. Gerade das Pitching, eigentlich die große Stärke der Regensburger, war an diesem Abend eher ein Sorgenkind. Wenn ein Team mehr Walks gestattet, als es selbst Hits schafft, dann stehen die Chancen auf ein positives Ergebnis nicht sonderlich gut.
Beides war so eigentlich nicht zu erwarten. Die Guggenberger Legionäre hatten sich am Freitag in der Offensive sehr stabil präsentiert. Vor allem aber hatte Christian Pedrol das Spiel im Griff und brachte den Sieg quasi im Alleingang nach Hause. Das Schluss-Inning von Felix Bock war da eher als WarmUp für den Folgetag zu betrachten. Matt Vance hatte also vermeintlich massiv Pitching Power zur Verfügung.
Schneller Rückstand
Der Samstag war dann allerdings eher das Gegenteil von Spiel 1. Leeroy Tavarez kassierte als Starter erst einen Walk und direkt im Anschluss einen Homerun. Wenig später legten die Stealers noch einen weiteren Run nach. Für Tavarez war die Partie damit direkt beendet. Nicolas Antoine übernahm ab dem zweiten Inning und hatte direkt selbst ein paar Probleme. Ein Single brachte Hamburg den vierten Punkt. Ein Walk bei Bases Loaded bescherte den Stealers die 5:0-Führung.
Währenddessen kamen die Kollegen im Angriff mit den Stealers-Werfern nicht zurecht. Lediglich Alex Schmidt und Nino Sacasa, beide jetzt mit der Nationalmannschaft bei der Prague Baseball Week, steuerten je zwei Hits bei. Norwin Staps gelang zum Ende der Partie immerhin noch ein Single. Ansonsten war weitgehend Sendepause.
Ungenutzte Chance
Im vierten Inning hatten die Regensburger eine echte Chance, noch einmal in die Partie zu kommen. Walk, Single, Hit by Pitch füllte die Bases bei null Aus. Ein Play der Hamburger auf Home und zwei Strike Outs machten diese Chance aber unerfreulich schnell zunichte.
Das ermöglichte den Stealers, ihren Vorsprung häppchenweise auszubauen. Bei den Legionären wurde auf dem Mound Antoine von Felix Bock abgelöst, für ihn übernahm nach einem Inning dann Tim Fischer. Nach sieben Innings lagen die Gäste recht komfortabel mit 7:0 in Führung. Alex Schmidt holte dann im achten Spielabschnitt nach eigenem Single plus Double von Sacasa den Regensburger Ehrenpunkt.



Zu mehr sollte es aber nicht mehr reichen. James Larsen lieferte für die Guggenberger Legionäre zwar ein blitzsauberes Schluss-Inning aus. Aber im Angriff reichte es lediglich für einen Hit. Die Stealers brachten das Spiel ungefährdet nach Hause.
Für Matt Vance und sein Team wird es jetzt darum gehen, die Spiele zu analysieren und sich auf dem Weg in die Play-Offs zu stabilisieren. Nächste Gelegenheit dazu bietet sich am kommenden Wochenende in Paderborn. Am Samstag (19 Uhr) und Sonntag (14 Uhr) treten die Legionäre bei den Untouchables an. Die holten an diesem Wochenende einen Split in Heidenheim, liegen in der Tabelle auf dem vierten Rang direkt hinter Regensburg.





