Ausgeglichenes Feld, enge Spiele, hohes Niveau: Deutsche Meisterschaft der Schüler in Regensburg endet mit bayerischem Sieg gegen den Titelverteidiger.
Es waren wieder diese Momente, die den Nachwuchs-Baseball so besonders machen: Spiele, in denen jeder Run Gold wert ist, enge Partien, ein ausgeglichenes Feld und eine ganze Reihe an Überraschungen. Bei der Deutschen Meisterschaft der Schüler, die die Guggenberger Legionäre an einem Wochenende in Regensburg ausrichteten, bekamen die Fans Nachwuchs-Baseball auf hohem Niveau zu sehen. Der Titelträger war am Ende aber keine Überraschung. Die Gauting Indians gehörten zu den Top-Favoriten. Auch sie mussten während des Turniers aber hart kämpfen.
Harter Kampf für Indians
Am Ende jubelten die Gauting Indians dennoch. Der Verein aus dem Münchner Speckgürtel setzte sich im Finale gegen die Mainz Athletics mit 3:2 durch und holte sich den Deutschen Meistertitel der Schüler nach einem harten Finale gegen den auch in diesem Jahr überraschend starken Titelverteidiger.
Der Weg des neuen Meisters ins Finale führte über die Vorrunde in Gruppe B, die Gauting mit zwei Siegen und einer Niederlage auf dem zweiten Platz abschloss. Gleich zum Auftakt hatten die Indians eine Niederlage gegen die Stuttgart Reds kassiert, die sich in der Gruppe ohne Niederlage durchsetzten. Gauting musste auch um die Qualifikation für das Halbfinale hart kämpfen. Erst im letzten Inning setzte sich der spätere Meister gegen die Hamburg Stealers durch.
Im Halbfinale warteten dann mit den Untouchables Paderborn der zweite Top-Favorit. Hier bewiesen die Indians endgültig ihre Turnierreife: Mit einem 5:2-Erfolg zog Gauting ins Endspiel ein.
Die Mainz Athletics hatten sich ihren Platz im Finale ebenso redlich erspielt: In Gruppe A ebenfalls mit zwei Siegen und einer Niederlage als Zweiter qualifiziert, schalteten die Rheinhessen im Halbfinale den Gruppensieger aus Stuttgart mit 6:2 aus – und machten damit klar, dass an diesem Wochenende niemand vor ihnen sicher war.
Kraft, Awokou und Leone ausgezeichnet
Gerade im Schülerbereich ist die Konkurrenz längst auf einem Niveau angelangt, an dem es keine einfachen Gegner mehr gibt. In den acht Mannschaften waren insgesamt 13 Spieler der deutschen U12-Nationalmannschaft im Einsatz, die vor wenigen Wochen in Frankreich den Europameister-Titel holte. Sie wurden bei der Siegerehrung gesondert ausgezeichnet.
Die individuellen Awards des Turniers verteilten sich dementsprechend auf mehrere Vereine. Best Batter wurde Elias Kraft (Darmstadt Whippets), Best Pitcher Azuma Awokou (Stuttgart Reds). Mit Nico Leone wurde ein Spieler des neuen Deutschen Meisters als MVP des Turniers ausgezeichnet.






















Knappe Entscheidungen
Im Spiel um Platz drei lieferten sich die Untouchables Paderborn und die Stuttgart Reds dann ein Offensivspektakel: Am Ende stand ein 12:8 für Paderborn. Die Stuttgart Reds, in der Vorrunde noch Gruppensieger vor dem späteren Meister, mussten sich am Ende mit dem eher undankbaren vierten Platz begnügen.
Für die weiteren Platzierungen sorgten die Darmstadt Whippets (Platz 5), die Hamburg Stealers (Platz 6) und die Berlin Wizards (Platz 7). Die Guggenberger Legionäre wurden etwas unter Wert geschlagen und beendeten das Turnier in der heimischen Armin-Wolf-Baseball-Arena auf dem achten Platz. Dabei wäre mit etwas Glück auch das Halbfinale möglich gewesen. Wie eng das Teilnehmer-Feld war, zeigt auch der klare Sieg der Regensburger gegen den späteren Dritten Paderborn.





















