Pedrol muss passen, Siegert-Bomhard und Patrice müssen raus: Verletzungen begleiten die erste Saison-Niederlage der Guggenberger Legionäre.
Matt Vance hatte vor dem Spiel vom ersten echten Prüfstein für die Guggenberger Legionäre gesprochen. Tatsächlich sollten der Headcoach und sein Team in Spiel 1 gegen die Heidenheim Heideköpfe vor einige unerwartete Prüfungen gestellt werden. Die hatten nicht unbedingt mit der Partie selbst zu tun, beeinflussten den Verlauf der Begegnung aber ganz massiv und machen das Ganze im wörtlichen Sinne schmerzhafter.
Der Regensburger Matchplan musste schon umgeschrieben werden, bevor das Spiel überhaupt begonnen hatte. Starter Christian Pedrol war zunächst ganz normal im Bullpen zum Aufwärmen verschwunden, kehrte allerdings im Hoodie statt in Uniform zurück. Der Nationalspieler musste sich mit Schulterproblemen für das Spiel abmelden.
Start mit Larsen
Matt Vance reagierte mit einer Überraschung, holte den erfahrenen James Larsen als Starter auf den Mound. Der Plan funktionierte allerdings nicht wirklich. Larsen, normalerweise ein extrem sicherer Werfer, kam einfach nicht ins Spiel. Nach einem Single und zwei Walks verschaffte ein Hit by Pitch den Heidenheimern die 1:0-Führung. Die Heidenheimer legten nach und ehe sich die Legionäre versahen, lagen sie mit 0:4 zurück.
Nach dem ersten Schreck arbeiteten sich die Gastgeber langsam zurück in die Partie. Ein Double von Nino Sacasa brachte im dritten Inning den ersten Run nach Hause. Da wäre gleichzeitig noch deutlich mehr drin gewesen, aber drei Runner strandeten auf Base.
Muskel stoppt Siegert-Bomhard
Das vierte Inning begann ähnlich viel versprechend. Nicolas Antoine hatte die Heideköpfe-Offensive gut unter Kontrolle, die Kollegen holten sich im Anschluss den zweiten Punkt. Die nächste unerfreuliche Überraschung wartete aber schon. Julian Siegert-Bomhard zog sich beim Sprint auf die erste Base eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu, die ihn schmerzhaft außer Gefecht setzte. Justus Moritz übernahm den Job im Leftfield. Auch für Daniel Patrice war das Spiel bereits nach einem At Bat beendet. Für ihn kam Thomas Kinskofer an die First Base.
Im nächsten Spielabschnitt holten sich dann die Heideköpfe wieder Punkte. Ein Homerun von Billy Germaine eröffnete den Reigen. Wenig später kamen zwei weitere Runs hinzu. Inzwischen hatte Tim Fischer auf dem Mound übernommen, brachte das Spiel dann zunächst wieder unter Kontrolle.
In der Offensive mühten sich die Regensburger, hatten auch ihre Chancen. Wirklich viel Ergebnis kam dabei aber nicht zustande. Alex Schmidt nutzte ein Double von Kinskofer, Justus Moritz einen Error von Heidenheim. Allerdings sammelten im achten Inning auch die Heideköpfe noch einmal zwei Punkte ein.
Der vermeintlich klare Vorsprung der Gäste schien im Schlussabschnitt noch einmal zu wackeln. Unter dem Jubel des Publikums besetzten die Legionäre noch einmal alle Bases. Mehr als ein Punkt durch Nino Sacasa nach SacFly von Kinskofer sollte aber nicht mehr drin sein.
Nächster Auftritt für Tavarez
Für die Guggenberger Legionäre die erste Saison-Niederlage. Deutlich schmerzhafter ist allerdings die steigende Zahl der weiteren verletzungsbedingten Ausfälle, nachdem bereits Kohei Sasagawa und Elias von Garßen nur sehr begrenzt einsatzfähig sind.
Dennoch will die Mannschaft von Matt Vance am Samstag ab 14 Uhr wieder in die Erfolgsspur. Eine wichtige Rolle kommt dabei Starting Pitcher Leeroy Tavarez zu. Der hat zuletzt absolut überzeugt und könnte zum X-Faktor für Regensburg werden.




