Zum Start in die Playoffs sorgten die Guggenberger Legionäre für ein Wechselbad der Gefühle bei den Fans. Am Ende stand der wichtige erste Sieg gegen die Cologne Cardinals.
So geht Playoff-Baseball. Im ersten Viertelfinale lieferten die Cologne Cardinals den favorisierten Guggenberger Legionären eine bis zum Ende spannende Partie, die dann aber doch den ersten Sieg für die Regensburger brachte. Am Sonntag um 13 Uhr wollen die Legionäre in der Armin-Wolf-Baseball-Arena direkt nachlegen, um die Basis für den Halbfinal-Einzug möglichst in drei Spielen zu schaffen.
Anfangs sah es am Samstag ohnehin nach einem Start-Ziel-Sieg für die Regensburger aus. Die Legionäre gingen bereits im ersten Inning in Führung und punkteten auch im zweiten und dritten Inning. Nach drei Innings stand es 5:0 für Regensburg.
Starker Start
Die Legionäre gingen im ersten Inning in Führung. Kohei Sasagawa erreichte mit einem Single die erste Base, nach einem Walk von Nino Sacasa und einer Fielder’s-Choice von Daniel Patrice rückte er bis zur dritten Base vor. Ein Error der Kölner brachte den Japaner nach Hause.
Im zweiten Inning bauten die Legionäre die Führung aus. Nach einem Sacrifice Bunt von Norwin Staps und einem Bunt-Single von Valentin Thumann brachte ein Single von Alexander Schmidt Domenic Rauwolf zum 2:0 nach Hause. Nach einem weiteren Bunt-Single von Elias von Garßen wurde Sasagawa von einem Pitch getroffen, wodurch Thumann zum 3:0 einlief. Ein Sacrifice Fly von Sacasa brachte anschließend Schmidt zum 4:0 nach Hause.



Im dritten Inning erzielte Devon Ramirez nach einem Double und einem Single von Staps den fünften Run zum 5:0. Überhaupt präsentierte sich Ramirez im Playoff-Modus, war gerade in der Offensive sehr präsent und deutlich stärker als in der bisherigen Saison.
Ein Inning ändert alles
Alles wie gewohnt dagegen bei Christian Pedrol, zumindest bis zu diesem Zeitpunkt. Er hatte die Cardinals bis zum Ende des vierten Innings im Griff, blieb ohne Run gegen sich. Das sollte sich zum Schrecken der Regensburger aber dann schlagartig ändern.
Im fünften Inning begannen die Cardinals plötzlich auf alles zu schlagen, was Pedrol ihnen warf. Dazu einige unglückliche Aktionen in der Legionäre-Defensive. Plötzlich war aus der vermeintlich souveränen Führung ein 5:5-Unentschieden geworden.
Daran änderte sich bis zum Schlussabschnitt nichts. Das hatte damit zu tun, dass die Legionäre einmal mehr ihre Chancen im Angriff nicht konsequent nutzten und ärgerliche Aus auf Base kassierten. Gleichzeitig lieferte aber Christian Pedrol wieder ab, als hätte es dieses fünfte Inning nicht gegeben. Die meisten Pitcher wären in so einer Konstellation vom Mound geholt worden oder freiwillig gegangen. Matt Vance und Christian Pedrol zogen gemeinsam durch, mit überzeugendem Ergebnis.
Antoine bleibt cool
Erst im Schlussabschnitt übernahm Nicolas Antoine von Pedrol. Der Franzose ließ sich weder von einem Error seines Infields noch von einem selbst produzierten Walk oder einer Stolen Base irritieren. Antoine blieb cool, holte sich ein Aus nach dem anderen, beendete das Halb-Inning mit einem Strikeout.
Auf der anderen Seite blieb das sehr junge Top-Talent Pepe Stockhaus nicht ganz so ruhig. Er schickte Daniel Patrice und Devon Ramirez per Hit by Pitch auf Base, Domenic Rauwolf per Walk gleich hinterher. Bases loaded, kein Aus – beste Voraussetzungen für einen Walk-Off-Sieg der Regensburger.
Köln reagiert noch einmal. Moritz Jödicke kam auf den Mound. Ihm Stand zunächst Norwin Staps gegenüber. Der lieferte einen sehr soliden Linedrive in Richtung dritte Base ab. Der Schlag wurde aber gekontert von einem noch besseren Play des früheren Regensburgers Carl Wenzel. Für das Ende der Partie sorgte dann der Kölner Pitcher. Valentin Thumann holte sich seinen RBI per Walk, die Regensburger den wichtigen ersten Sieg in den Playoffs.





